Netzwerke und politische Arbeit
Kommunalwahl 2025: Fragenkatalog an die Politik
Kommunale Ernährungspolitik ist ein bedeutender Hebel für Umwelt- und Klimaschutz. Es ist ein Querschnittsthema, welches eine Vielzahl von kommunalpolitischen Aufgabenbereichen berührt.
Wir haben Fragen zu einem zukunftsfähigen kommunalen Ernährungssystem an die Parteien geschickt, darunter Fragen z. B. zur regionalen Lebensmittelversorgung, zur Gemeinschaftsverpflegung in Kitas und Schulen oder auch zur Essbaren Stadt.
Hier findet ihr unsere Wahlprüfsteine.
Aus sechs von acht Kommunen sowie dem Rhein-Kreis Neuss haben wir Antworten der Parteien erhalten, für die wir uns sehr herzlich bedanken.
Rhein-Kreis Neuss: CDU, SPD
Neuss: CDU, Grüne, Linke, SPD, Tierschutzpartei, UWG Freie Wähler , SPD
Kaarst: Grüne, SPD
Dormagen: Grüne, FDP, SPD
Meerbusch: CDU, FDP, Grüne, UWG Freie Wähler
Korschenbroich: FDP, Grüne, SPD
Rommerskirchen: Grüne
Mitarbeit bei der Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategien der Stadt Neuss und dem Rhein-Kreis Neuss
Nachhaltigkeitsstrategien sind Konzepte, die Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung der 17 Sustainable Development Goals (SDG) beschreiben. Dabei werden verschiedene Handlungsfelder berücksichtigt. Im Handlungsfeld „Nachhaltiger Konsum“ wird beispielsweise die Ernährung und Gemeinschaftsverpflegung thematisiert.
Der Ernährungsrat im Rhein-Kreis Neuss bringt sich aktiv in die Diskussion um Ziele und Maßnahmen ein und wird auch die Umsetzung unterstützen. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Neuss wurde im Februar vom Rat der Stadt verabschiedet. An ihrer Umsetzung wird kontinuierlich gearbeitet. Sie kann hier nachgelesen werden.
Die Nachhaltigkeitsstrategie des RKN wird derzeit erarbeitet und voraussichtlich im März 2026 veröffentlicht. Hier gibt es Informationen dazu.
Mitglied im Vorstand des Landesnetzwerk NRW der Ernährungsräte
Das Landesnetzwerk NRW der Ernährungsräte, setzt sich für die Transformation des Ernährungssystems ein – hin zu einem ökologisch nachhaltigen, sozial gerechten und ökonomisch resilienten System in Stadt und Land. Ziel ist eine Ernährungsgerechtigkeit, bei der alle Menschen Zugang zu gesunder und nachhaltiger Ernährung haben.
Zentrale Handlungsfelder sind Ernährungspolitik, Gemeinschaftsverpflegung, Ernährungsbildung sowie Produktion und Vermarktung von Lebensmitteln.
Dabei geht es unter anderem um
- die Erarbeitung ernährungspolitischer Positionspapiere,
- den Dialog und Austausch mit Politik, Verwaltung, Verbänden und NGOs,
- die Kooperation mit Organisationen und Netzwerken, die sich für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem einsetzen,
- den Aufbau von Kommunikations- und Informationsnetzwerken entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette
- sowie die Vertretung der Interessen lokaler Ernährungsräte gegenüber Landespolitik und Öffentlichkeit.
Die Ernährungsräte des Landes NRW e.V. sind ein zivilgesellschaftlicher, parteipolitisch neutraler und gemeinnütziger Verein, bestehend aus 11 Ernährungsräten und Initiativen in Nordrhein-Westfalen. Die Gründungsveranstaltung fand am 13. April 2024 in den Räumen der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf statt.
Kontakt: info@ernaehrungsraete-nrw.de
Ulla Tenberge-Weber, Mitglied im Vorstand des Netzwerkes
Netzwerk der Ernährungsräte e.V.
Im März 2023 gründete sich das Netzwerk der Ernährungsräte deutschlandweit. Das Netzwerk der Ernährungsräte ist ein Zusammenschluss politisch unabhängiger, zivilgesellschaftlicher Bündnisse. Diese haben zum Ziel, alle Akteurinnen und Akteure der gesamten Wertschöpfungskette auf Augenhöhe einzubinden.
Gemeinsam stehen wir für das Ziel, unsere Ernährungssysteme umzugestalten: So, dass sie ökologisch nachhaltig, klimagerecht und sozial fair werden und jederzeit das Menschenrecht auf Nahrung garantieren können – für alle und überall. Die Klimakrise, die schwindende Biodiversität und die wachsende soziale Ungleichheit machen deutlich, dass wir die notwendigen Veränderungen nicht länger aufschieben dürfen.
Ernährungspolitische Grundsatzerklärung
Das Netzwerk der Ernährungsräte hat gemeinsam eine „Ernährungsdemokratische Grundsatzerklärung“ entwickelt und veröffentlicht.
- Sie besteht aus einer kurzen Einleitung und acht Kernpunkten und sendet politische Signale nach außen wie nach innen.
- Für die Öffentlichkeit soll in wichtigen Grundzügen greifbar sein, wofür das Netzwerk ernährungspolitisch steht.
- Es wird die demokratisch kontrollierte Agrar-und Ernährungswende als gemeinsames Projekt der Ernährungsräte in Deutschland beschrieben.
